kinoki Filmabend: Operation Spring
Der Film setzt sich kritisch mit den als Operation Spring bezeichneten Razzien der österreichischen Polizei auseinander, die sich im Mai 1999 fast ausschließlich gegen Menschen mit dunkler Hautfarbe richteten. Am Beginn des Films, wird die Medienberichterstattung des ORF, der Kronenzeitung und anderer Medien verglichen und gezeigt, wie die Operation Spring anfänglich fast einhellig als großer Erfolg gegen eine “nigerianische Drogenmafia” dargestellt wurde.
Im Film kommen viele Beteiligte, die in den Verfahren auf unterschiedlichen Seiten standen, zu Wort. Neben mehreren Angeklagten und deren Anwälten, werden auch Zeugen der Anklage (darunter ein vormals anonymisierter Belastungszeuge, der seine Aussage mittlerweile widerrufen hat), Richter, Geschworene sowie die Menschenrechtsaktivistin Ute Bock, die 1999 in einem von der Polizei gestürmten Flüchtlingsheim arbeitete, interviewt. Der Angeklagte Emmanuel Chukwujekwu, dessen Prozess während der Dreharbeiten sechs Jahre nach der Operation Spring immer noch nicht abgeschlossen war, wird zu mehreren Prozesstagen begleitet und sein Fall sehr detailliert geschildert.
Konzept des Films ist es, unterschiedliche Lesearten der Ereignisse des Mai 1999 darzustellen.
Mehr Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Spring_(Film)
Quelle: http://subsalzburg.blogsport.eu/2011/12/19/kinoki-filmabend-operation-sp...

