Kick-Racism: Antirassistisches Fußballturnier
Anstoß gegen Rassismus und anderen Vorurteilen in dieser Stadt und überall!
Am 18. Februar wird das erste „Kick Racism“ Fußballturnier in der Riedenburghalle ausgetragen. Ziel dieses ganztägigen Turniers ist es, zu zeigen, dass Rassismus und andere Vorurteile wie Homophobie und Sexismus keinen Platz in dieser Stadt und anderswo haben und dabei die Wuchtel zu treten.
Wir denken, dass im Sport, insbesondere im Fußball viel Potenzial steckt, gegen gängige Vorurteile anzugehen und die Vielfalt als wichtiges und herausforderndes Element unserer Gesellschaft hervorzukehren. Die Verbreitung des Spiels hat es ermöglicht, dass immer mehr Menschen aus unterschiedlichen sozialen Schichten mitspielen können und ein Feld geschaffen, in dem fußballbegeisterte Menschen vorurteilsfrei zusammenkommen. Der Fußball lebt von der Gegenwart des gespielten Augenblicks und mit jedem Anstoß keimt die Hoffnung auf, dass etwas anderes eintreten wird als das Erwartete, der Normalzustand.
Im Fußball sind Merkmale kulturellen und sozialen Wandels paradigmatisch sichtbar. Migration und die Situation Minderheiten gehören zu diesen Kennzeichen. Die tragenden Säulen der einer deutschen Nationalmannschaft heißen nicht mehr Beckenbauer, Maier oder Müller, sondern Asamoah, Özil oder Gomez, und auch der Anteil der SpielerInnen mit Migrationshintergrund in den Jugend- und Amateurligen ist signifikant, die grenzbrechende Kraft des Fußballs ist hier unübersehbar. Wo auch immer Fußball heute gespielt und von Zuschauern verfolgt wird, spielt Migration, offenkundig oder subkutan, eine Rolle.
Doch sollte Mensch hier nicht in Romantik versinken, gerade im Fußball, besonders rund um Großereignisse, wird an den Patriotismus appelliert, von „Uns“ und dem „Gegner“ geredet und die Nationalflagge gehisst.
Auch auf den Stadionrängen in Salzburg haben Sexismus, Rassismus und Homophobie noch in jüngster Vergangenheit einen sicheren Platz. Ob bei Spielen von RB Salzburgs gegen Tel Aviv, wo Sprechchöre wie „wer nicht hüpft der ist ein Jude“ zu hören waren, oder bei der Salzburger Austria, im Spiel gegen die zweite Mannschaft des RB Salzburgs, als mehrere Hundert Violette bei jeder Ballberührung eines schwarzen Spielers Affenlaute von sich gaben.
„Neger“, „Woamer“ oder „Zigeuner“ gehören nach wie vor zu den gängigsten Beschimpfungen rund um den Fußballplatz. So sind Alltagsdiskriminierung und rechtsradikale Tendenzen in der Salzburger Fanszene keine Neuheit und treffen seit Jahren kaum auf Widerstand.
Das Turnier soll Anstoß dazu geben, Rassismus und anderen Vorurteilen in dieser Stadt und überall aktiv entgegenzutreten. Kick Racism!
für weitere Infos bitte an subsalzburg@riseup.net

