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Willkommen bei kritisches-salzburg.net.
Hier findest du aktuelle Infos zum politischen Geschehen, eine Übersicht von linken/alternativen Projekten und eine Terminübersicht. Alles fokussiert auf Salzburg und Umgebung.
Neuigkeiten
ausgrenzung ist verbrechen zur ablenkung

in diesen tagen erleben wir sie wieder sehr intensiv. die ausgrenzung der anderen, der andersdenkenden, andersgläubigen, der fremden, der asylsuchenden, der armen, der bettlerInnen, also aller, die nicht dazugehören sollen.
diese ausgrenzung, diese menschenverachtung ist ein verbrechen, weil sie für manche den tod bedeutet, für viele zumindest unglaubliches elend und leid, diese ausgrenzung hat aber nicht nur den zweck, diese menschen aus unseren ach so edlen reichtumszonen zu vertreiben, sie hat eine weitere wichtige funktion:
jene, die sich als nicht auszugrenzende, als die hiesigen, die mit dem richtigen glauben oder zumindest taufschein verstehen, jene, die immer schon da waren oder zumindest so tun, sollen glauben, potientiell erfolgreiche mitglieder eines sytems zu sein, die nur wegen der anwesenheit der „anderen“ nicht wirklich „zum zug“ kommen.
dass sie niemals zum zug kommen können, weil sie nicht zu jenen kleinsten kreisen gehören, für die die unschuldsvermutung schon längst eine unschuldsgarantie geworden ist, für die gerichtsurteile oder staatsanwaltliche ermittlungen immer nur eine frage des preises sind, niemals aber eine frage, wie es wohl ausgehen werde, wird ihnen selten begreifbar. darf es ja auch nicht.
sie sollen brav beschäftigt werden, mit dem kampf gegen minarette und kopftücher, mit dem glauben, dass unsere schulen nur wegen der ausländerkinder nicht mehr funktionieren, mit dem verteiben von bettlerInnen aus den fussgängerzonen. und wenn sie zweifel haben, dass es an ihrer eigenen situation nicht wirklich was verändert, dann brauchen sie nur den fernseher einzuschalten: es ist schon beruhigend, in den talk- und casting shows zu sehen, dass fast jedeR mal fernsehstar, supermodel oder zumindest big brother oder sister werden kann. heile welt. fast heile welt.
wenn nur die „anderen“ nicht wären.
bild: wolfgang staudt (creative commons)
Filed under: gesellschaft, politik Tagged: abschiebung, armut, ausgrenzung, ausländerfeindlichkeit, flüchtlinge, islamophobie, migrantInnen, rassismus, verbrechen
Strike Bike – Eine Belegschaft wird rebellisch
Voller Wut im Bauch besetzte die Belegschaft der Fahrradfabrik Bike Systems in Nordhausen am 10. Juli 2007 ihren Betrieb. Mit dem Beschluss des neuen Eigentümers, das Werk an diesem Tag komplett zu schließen, hatten sich die 135 Frauen und Männer in Thüringen schon fast abgefunden. Als ihnen die Geschäftsführung an diesem Tag aber mitteilte, dass Lone Star nicht mal mehr die Abfindungen und die ausstehenden Löhne bezahlen wollte, war das Maß voll.
Die sonst nicht als kämpferisch aufgefallenen Arbeiterinnen und Arbeiter errichteten auf dem Gelände ein großes Zelt, stellten Feuerkörbe auf, hielten am Werkstor Wache und verließen seitdem den Hof nicht mehr. Was folgte, war eine offiziell 115 Tage andauernde Betriebsversammlung. Die Belegschaft knüpfte Kontakte, veranstaltete Demos und Feste, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. In dieser Zeit schwappte den Unermüdlichen aus Thüringen eine riesige Welle der Solidarität entgegen. Sogar aus dem Ausland trafen Grußbotschaften ein und vor Ort war es den Menschen sympathisch, dass die Kolleginnen und Kollegen ihre Abwicklung nicht einfach tatenlos hinnahmen.
Als Höhepunkt organisierten die Streikenden noch einmal eine Fahrrad-Produktion. Die 1800 „Strike Bikes“ stellten sie in Eigenregie in ihrem Betrieb her. Sie wollten zeigen, dass sie noch zu etwas nützlich sind – auch wenn Lone Star das anders sah. Sie machten deutlich, welch unsinnige Verschwendung von Wissen und materiellen Ressourcen ihr Arbeitsplatzabbau darstellt und bewiesen ganz nebenbei, dass sie gar keinen Chef brauchen, um ihr Produkt herzustellen.
Im Zentrum der Dokumentation „Strike Bike – Eine Belegschaft wird rebellisch“ stehen die Arbeiterinnen und Arbeiter von Bike Systems. Sie kommen selbst zu Wort und erzählen ihre Geschichte. Sie berichten über die Schwierigkeit, eine Betriebsbesetzung zu organisieren und wie die Idee geboren wurde, ein Fahrrad zu produzieren. Ebenso geben sie Auskunft darüber, warum nach nur einer Woche wieder Schluss war. Was am Ende bleibt, ist die außergewöhnliche Erfahrung, die die KollegInnen gemeinsam gesammelt haben – und ein rotes Fahrrad, das beweist, dass Selbstverwaltung der Produktion funktionieren kann.
Nie wieder Ulrichsberg – NS-Verherrlichung stoppen!
Über meine Teilnahme an den Protesten gegen das Ulrichsberg Treffen 2008 habe ich berichtet. Dieses Jahr geht es weiter
Nachdem im letzten Jahr, auch aufgrund langjähriger antifaschistischer Proteste, das Ulrichsbergtreffen erstmals seit 50 Jahren nicht stattfinden konnte, wird im heurigen September leider wieder zu dieser rechts-revisionistischen Veranstaltung der Wehrmacht- und Waffen-SS-Veteranen, Neonazis und Politikprominenz nach Koroska (Kärnten) geladen.Doch diesmal dürfen die braunen Kameraden ihr Großevent leider nicht mehr auf ihrem geliebten deutschen Berg abhalten – noch immer weigert das Bundesheer sich, die nicht mehr gehfähigen Veteranen, wie viele Jahre zuvor, zur Gedenkfeier am Gipfel zu chauffieren. Und dann kommt noch die Gemeinheit hinzu, dass es nur einer beschränkten TeilnehmerInnenzahl erlaubt ist, der samstäglichen Kranzniederlegung am Berg teilzunehmen.
Es wird im Jahr 2010 also nur eine kleinere Version des Ulrichsbergstreffen geben, klar ist aber, dass sich wieder rechte PolitikerInnen und Neonazis einfinden werden um das NS-Regime zu verharmlosen und geschichtsrevisionistische Propaganda zu verbeiten.
Daher:
Wir werden auch diesmal diese offene NS-Verherrlichende Feier nicht ohne Protest über die Bühne gehen lassen! Deshalb rufen wir am Sonntag zur antifaschistischen Demonstration auf, am 19. September um 08:30 Uhr am Bhf. Maria Saal // gemeinsame Anreise aus Celovec (Klagenfurt) um 08:04 Uhr (Abfahrt-ÖBB) am Hbf. Ab 13.00 Uhr wird es am Samstag, den 18. September einen Infopoint in der Klagenfurter Innenstadt geben. Deutsche Täter sind keine Opfer! // NS-Verherrlichung stoppen! // Nie wieder Ulrichsberg – auch nicht am Zollfeld! Mehr Infos und Terminübersicht auf www.u-berg.atFiled under: aktivismus, politik Tagged: aktivismus, antifaschismus, Österreich, fpö, kärnten, Koroška, nationalsozialismus, politik, rechtsextremismus, termin, ulrichsberg
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Filed under: notsopoems Tagged: algorithmus, menschenhetze, verachtung, zynismus
Mexico Magico
… ein Dokumentarfilm über soziale Widerstände in Mexiko.
“Die Chance, die sich jetzt in Mexiko eröffnet, besteht darin, dass die Leute zum ersten Mal ernsthaft eine Idee entwerfen, um die Probleme mit ihren eigenen Mitteln und gegenseitiger Solidarität zu lösen. Zum ersten Mal, seit dem Mexiko ein unabhängiges Land ist, haben die Leute aufgehört, nach oben zu schauen und darauf zu warten, dass ein gnädiger Herr, ein Held kommt und alles löst und sie arbeiten bereits daran. Und da Ergebnisse von Seiten der professionellen Politiker fehlen, egal welche Farbe sie tragen und das Elend bereits so groß ist, fangen die Leute an, sich selber ihre Initiativen aufzubauen.” Yeyo, Koordinator der “Universidad de la Tierra”, Oaxaca 2007
Der Film stellt einige dieser Initiativen dar, sei es das autonome Bildungs- und Gesundheitssystem der Zapatistas in Chiapas, die selbstorganisierte Gemeindepolizei in Guerrero, der Kampf der sozialen Bewegungen in Oaxaca oder das Vernetzungstreffen der indigenen Völker Amerikas in Sonora.
Dabei lässt er Menschen verschiedenen Alters und verschiedener Kulturen über ihre Sicht auf die Politik, den Kampf um natürliche Ressourcen, das Recht auf Bildung und Gesundheit und von ihren Gedanken über die Zukunft Mexiko´s erzählen.
Start in die Herbstsaison! No Pasaran!
Liebe Dokumentarfilmfanatics,
Nach dem mittsommerlichen Einstand in unserer neuen Unterkunft (wers noch nicht mitbekommen hat: SUB, Müllnerhauptstraße 11) gehts nun wieder richtig los. Ab kommendem Dienstag werden wir euch, wie gewohnt, zweimal im Monat frische Doku-Kost servieren. Den Anfang macht ein besonderes Schmankerl aus Russland:
“No Pasaran!” heißt die einzigartige DIY-Doku über die Aktionen einer Handvoll Öko-AnarchistInnen welche 2003 in der südrussischen Kleinstadt Azov die Bevölkerung erfolgreich gegen den Bau einer Methanol-Anlage mobilisieren. Im Film wird russisch gesprochen, die Untertitel sind in einfachem Englisch gehalten.
Die allseits beliebte Popcorn-Maschine wird für das leibliche Wohl sorgen. Also kommet zahlreich am Dienstag, dem 7. September um 20:00 ins SUB.
P.S.: Gerne weisen wir an dieser Stelle auch auf eine andere supertolle Filmveranstaltung hin:
Premiere des 1.zapatistischen Spielfilms in Salzburg, Corazón del tiempo – Heart of time, spanisch m. engl. UT
Waldbühne Aigen, Schwarzenbergpromenade 37, 5020 Salzburg (neben Schloss Aigen)
Freitag, 3.September 2010, 20h
bei Schlechtwetter: Freitag, 10.Septemer 2010, 20h
Erlebnisbericht Chiemsee Reggae
gefunden auf: http://de.indymedia.org/
Am gestrigen Samstag taten Aktivist_innen des rabatz-Bündnisses ihren Unmut über schwulenfeindliche „Künstler“, die Jahr für Jahr am Chiemsee Reggae auftreten können, Kund und thematisierten die ignorierte sexualisierte Gewalt auf dem Festivalgelände. Die Kampagne war insbesondere auf den Headliner und Hasssänger Sizzla ausgerichtet – der wurde im Laufe der Woche aber abgesagt, weil die bösen Autonomen kommen wollten. Dies war auch die Befürchtung der Dorfpolizei, die die Kundgebung mit provinziell-absurden Auflagen und Repressionen überzog. Diese führen am Ende zum verfrühten Abbruch der Kundgebung.
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Besonders ätzend dabei ist, dass die Veranstalter_innen die von diesen Herren ausgehende, aggressive Diskriminierung von Homosexuellen auch noch unter dem Label der „Meinungs- und Kunstfreiheit“ subsumieren. Kein Wunder, wirkt die PR-Strategie von Michael Buchholz auch wie ein homophober A.M.O.K.-Lauf; diverse Rechtfertigungsschreiben lesen sich wie Traktate religiöser Fanatiker gespickt mit kulturrassistischen Verklärungsmustern. Tenor: Der Jamaikaner ist halt mal schwulenfeindlich und sieht sich.durch Homosexuelle in seinen religiösen Empfindungen verletzt. Weil die Unterschichten-Künstler sich nicht gewählt ausdrücken können, sagen sie halt, dass Schwule verbrannt gehören.
http://91.90.148.244/rabatz/wp-content/uploads/2010/08/chiemsee_2.jpgNachdem die letztjährige Intervention fehlgeschlagen war, wurden für das heurige Festivalwochenende die Anstrengungen intensiviert: Neben einem Flugblatt „Murder Inna Dancehall“, das beispielsweise auf dem Riding Higher Festival verteilt wurde, starteten Aktivist_innen auch eine Vortragsreihe in der Region. Den abschließenden Punkt sollten Infostände während des gesamten Wochenendes und eine Kundgebung am Samstag bilden. Als Sizzla dann überraschend einen Tag vor Festivalbeginn abgesagt wurde, wäre das Informationsmaterial einerseits veraltet gewesen, andererseits kursierten im Internet bereits wüste Gewaltandrohungen (dokumentiert bei luzi-m; ein Highlight: „diese drecks schulen und da soll ma keinen hass auf die haben“), so dass es kleinen Gruppen von Aktivist_innen kaum zuzumuten war, sich alleine an einen Infostand zu stellen. Das Ganze nimmt tragikomödiantische Züge an, hatten die Veranstalter_innen zuvor erklärt, dass wegen der von rabatz angekündigten Proteste die „körperliche Unversehrtheit“ ihrer Besucher_innen nicht mehr gewährleistet sei. Diese implizite Unterstellung, die Kritiker_innen Sizzlas seien gewalttätig, war allerdings umgehend zurückgewiesen worden.
An der Kundgebung hielt das Büdnis dennoch fest. Dies erwies als vollkommen berechtigt angesichts des Ersatz-Acts Busy Signal. Er taucht nicht nur auf den Listen homophober Regae-Künstler auf. Die infogruppe rosenheim kritisiert in einer Pressemitteilung auch, dass seine aggressiven heterosexitischen Lyrics ein Klima begünstigen, in dem sexualisierte Gewalt gegen Frauen stattfindet (Link).
Diese machte auch einen großteil der etwas verspätet gehaltenen Redebeiträge an der Kundgebung aus. Das Antisexistische Aktionsbündnis München (asab_m) legte die Notwendigkeit des Konzeptes der Definitionsmacht dar. Die Münchner Jugendantifa (r|am) ergänzte spezifischer zu sexuellen Übergriffen auf Festivals. Die antifa-nt hingegen hatte Probleme bei der Anreise, gerüchteweise soll sie bei der Eröffnung des Rosenheimer Herbstfestes gesehen worden sein. Ihr antirassistischer Beitrag, der auf kritische Aspekte von Einreiseverboten für homophobe Künstler hinwies, musste ebenso wie ein Grußwort aus Bern vorgelesen werden. Die „Stop Murder Music Campaign“ der Reitschule wartete dann entsprechend nochmals mit einer fundierten Auseinandersetzung mit Homophobie im Reggae auf.
Die Resonanz auf die Kundgebung und Flugblattverteilung war im Allgemeinen viel besser als es die Auswüchse auf der CRS-Homepage hatten vermuten lassen. Von den jährlich bis zu 25.000 Besucher_innen scheint eben nur ein kleiner Teil des harten Szene-Kerns unbändiges Gefallen an den homophoben Hasstiraden eines Sizzlas oder Athonoby zu finden. In Macker-Manier mag er sich zwar rabiat Gehör verschaffen – Geld lässt sich mit solchen esoterisch anmutenden Zirkeln alleine aber eher nicht verdienen. Zumindest nicht in dem Maßstab, wie es der Chiemsee Reggae als hochkommerzielle Veranstaltung, bei dem manchmal aber noch der amateurhaft provinzielle Charakter des Trostberger Managements durchscheint, abwerfen dürfte.
Repression Chiemgauer ArtProvinziell haben sich auch die staatlichen Repressionsorgane verhalten. Zugewiesen wurde ein vollkommen verschlammtes Wiesenstück als Kundgebungsort. Dieser musste also zwangsläufig auf die anliegende Straße ausgedeht werden, weil eine erhebliche Gesundheitsgefährdung für die Teilnehmer_innen davon ausging. Das wiederum missfiel der Einsatzleitung, die auferlegte, dass nur ein Meter der Straßebreite genutzt werden darf und nur vier auswählte Flugblattverteiler_innen sich außerhalb dieses Korridors bewegen dürfen. Alarmstufe Rot zum ersten, als ein Transparent auf der falschen Straßenseite entrollt wurde, weil es dort besser sichtbar gewesen wäre. Die nächste Eskalationsstufe aber erst gegen Abend, als aus den Lautsprechern ein etwas ordinäres, gegen die Polizei gerichtetes Lied zu hören war. Dann durfte keine Musik mehr abgespielt werden, weshalb die Kundgebung frühzeitig abgebrochen wurde. Noch davor hat die Polizei sich eine ganz neue Form der Sippenhaft ausgedacht: Vier Aktivist_innen wird unterstellt, sie hätten Flugblätter außerhalb der Kundgebung verteilt, was nach Meinung der Ordnungshüter eine Ordnungswidrigkeit sei. Betroffene und Versammlungsleitung berichten unabhängig voneinander, dass angedroht wurde, die Höhe eines möglichen Bußgeldes hänge vom Verlauf der Kundgebung ab.
¹ Die CRP Konzertagentur mit Sitz in Trostberg veranstaltet das Festival, bei dem die in Hamburg ansässige A.M.O.K. offenbar für das Booking verantwortlich ist.![]()

Corazón del Tiempo · 03.09.2010 · Waldbühne Aigen
FREILUFTKINO Premiere des ersten zapatistischen Spielfilms in Salzburg spanisch mit englischen Untertitel · Waldbühne Aigen, Schwarzenberg-Promenade 37, 5020 Salzburg · neben Schloss Aigen · Freitag, 3. September 2010, 20:00 Uhr · bei Schlechtwetter: Freitag, 10. September 2010, 20:00 Uhr · Eintritt: Freiwillige Spende für die zapatistischen Gemeinden · Eine Veranstaltung des Solidaritätskomitees Mexiko Salzburg mit freundlicher Unterstützung der Waldbühne Aigen
Ankündigungsplakat als PDF downloaden · weitere Infos zum Film
auf politborderlinerin fekter ist verlass
borderlinertypisch verlässlich regelmässig äussert sich unsere innenministerin zynisch, abfällig oder stigmatisierend über ausländerInnen, schutzbedürftige und andersgläubige. volkstümlich gewandet im salzkammergut scheints nochmal leichter zu fallen, vor internationalen pressemikrofonen menschen als gefahr zu beschwören, die man wohl per anwesenheitspflicht kasernieren müsse.
da wird ganzen volksgruppen locker sozialbetrug unterschoben, weil sie die „asyl-grundversorgung als vorübergehendes taschengeld“ kassieren würden, muslimInnen wird nebenbei ein „problematischer einfluss“ untergejubelt und überhaupt über „fremde“ philosophiert: geld dürfen sie ruhig da lassen, als touristinnen dürfen sie auch ruhig die burka tragen, aber wenn sie blieben, dann natürlich werde es problematisch. wie das eben so ist mit fremden, wenn sie nicht mehr wegfahren, dann gibt es eben probleme.
so ein „forum salzburg“ ist schon eine tolle gelegenheit, wiedermal rechts alles raushängen zu lassen, damit sich die dort vermuteten wählerInnen an sie hängen mögen. angesichts der nahenden wahlen ist also mit heftigen schüben zu rechnen. da werden wir uns noch einiges anhören können.
wie lange noch?
Filed under: gesellschaft, politik Tagged: anwesenheitspflicht, asyl, bleiberecht, fekter, fekterland, flüchtlinge, menschenrechte, migrantInnen, schubhaft, widerstand
Chiemsee Reggae ohne Sizzla
geklaut von: http://www.luzi-m.org
Weil sich die Veranstalter_innen angeblich um die Sicherheit der Besucher_innen sorgen, haben sie den Auftritt des Sängers „Sizzla“ abgesagt
UPDATE: von „Peace and Love“ bei vielen Reggaefans keine Spur
Link zur Pressemitteilung des Rabatz-Bündnisses anläßlich der Sizzla-Absage
Wie „Chiemgau24″ und die „SZ“ berichten, findet das Konzert des homophoben Dancehallsängers zum Ende des „Chiemsee Reggae Summers“ am Sonntagabend nach heftigen Protesten nicht statt. Antisexist_innen, queere Aktivist_innen, Vertreter_innen von Parteien und selbst der Kirche hatten gegen den geplanten Auftritt protestiert.
Heute reagierte die CRP Konzertagentur und sagte den „Sizzla“-Auftitt ab, was inzwischen auch der Festival-Homepage zu entnehmen ist:
„Gruppierungen aus dem linksradikalen Spektrum gefährden mit der Anmeldung mehrerer Demonstrationen in unmittelbarer Nähe des Festivalgeländes die Sicherheit der Veranstaltung. Darüber hinaus stellt der Festivalboykott von Bündnis 90/DIE GRÜNEN sowie deren Hinweis auf mögliche Unruhen einen friedlichen und geordneten Ablauf in Frage. Vor allem der drohende Aufmarsch von Gruppierungen, die dem linksradikalen Spektrum zugeordnet werden, wie etwa das „Bündnis rabatz“, die autonome Vernetzung Oberbayern/Salzburg/Tirol, machen den Behörden und uns größte Sorgen.“
Vermutlich dürfte eher der befürchtete Imageschaden denn die angebliche Gewalttätigkeit der antihomphoben Aktivist_innen hinter dem Rückzieher stehen. Schließlich debatiert laut „Chiemgau24″ der Gemeinderat von Übersee am Chiemsee demnächst, ob in dem Ort „in Zukunft keine Musiker mehr eingeladen werden, die mit menschenrechtsverletzenden Inhalten ihr Geld machen“.
Der Blog „medium“ jedenfalls sieht unter Bezug auf den offenen Brief des Rabatz-Bündnisses in dem Rückzug noch keinen Grund, die Proteste einzustellen:
„Ebenso wurde sich auch noch in keinster Weise seitens der Festivalveranstalter_innen zur Forderung nach qualifizierte[r] Unterstützung Betroffener sexualisierter Gewalt […] und der Schaffung von Freiräumen für Frauen, die dringend aufgrund diverser Fälle von Vergewaltigungen und Übergriffen nötig wären geäußert.
Also trotzdem noch mehr als genug Grund dort vor Ort zu demonstrieren.“
Tatsächlich – und das wird durch die Konzentration auf exponierte Künster-“Stars“ – schnell vergessen – finden sich Homophobie, Machoismus und Sexismus bei einem nicht unerheblichen Anteil sowohl der Künstler, als auch des Publikums ebenso wieder wie der bei den „Rastas“ obligatorische theokratische Monarchismus. Letzterer offenbart sich in der Verehrung des „Königs der Könige“ Haile Selassie I. von Äthiopien, der seinerzeit in seiner Heimat nicht ganz so beliebt war, wie bei den Dreads von Kingston bis Übersee. So hieß es im Spiegel zum Ende seiner Herrschaft:
„Haue Selassie, 82, Kaiser von Äthiopien, ist seit vergangenem Donnerstag nur noch Ex-Kaiser. Der ‘Negus Negesti’, ‘Siegreicher Löwe von Juda’, ‘Auserwählter Gottes’ — so einige seiner zahlreichen Titel — hatte sich durch seinen Kampf gegen die Truppen Mussolinis sowie durch seinen anfänglichen Reformkurs weltweite Sympathien erworben. Der Märchenglanz der ältesten Monarchie der Welt — der Kaiser betrachtet sich als Abkömmling einer sagenhaften Verbindung Salomons mit der Königin von Saba lenkte die Aufmerksamkeit der Welt von den katastrophalen Mißständen im Selassie-Reich ab. Denn in den letzten Jahrzehnten seiner 44jährigen Herrschaft zeigte sich der Herrscher mehr an der Festigung seiner Macht als daran interessiert, seinen dahinvegetierenden Untertanen zu helfen. Die Stunde des Negus schlug, als im vergangenen Jahr mehr als hunderttausend Äthiopier verhungerten, während Kaiser und Höflinge, denen 80 Prozent der fruchtbarsten Landstriche gehören, nicht nur weiterhin im Überfluß lebten, sondern sogar Hilfeleistungen des Auslands hintertrieben.“
Unterm Strich bleibt der Rasta-Kult am Chiemsee also auch ohne „Sizzla“ eine – nun ja – etwas reaktionäre Veranstaltung. Eigentlich genug Stoff, mit dem sich die „Erkenntnis“-hungrige Reggae-Gemeinde auseinander setzen könnte. Aber wir wissen ja, wie lange so was dauern kann.
Und was wird nun aus Sizzla? Nicht auszuschließen, dass der bereits ein Angebot vom Backstage bekommen hat. Wäre nicht das erste Mal.
No peace, no loveIn der Fangemeinde richtet sich der Zorn nach Bekanntwerden der Absage gegen die Anti-Homophobie-Aktivist_innen, aber auch gegen die Veranstalter_innen CRP. In Gästebuch und Forum der Festivalseite werden Geldmacherei und „linksradikale Hetze“ verteufelt. Vor allem jene, nicht wenigen Fans, die „nur wegen Sizzla“ Tickets gekauft hatten, lassen ihrem Hass freien Lauf.
Einige Auszüge, die zeigen, dass es mit der „absoluten Friedfertigkeit“ und „Toleranz“ der Szene nicht weit her ist:
„SIZZLA FOREVER,
25.08.2010, 18:46
Wegen Sizzla habe ich mir meine Eintrittskarte gekauft.
Soll das ein Witz sein?
Sperrt die Homosexuellen Aktivisten weg!
[...] Betrug! Abzocke
Pfui Chiemsee Reggae Pfui LSVD
Large up Sizzla“
„EIN WITZ,
25.08.2010, 18:49
TARRUS RILEY als Ersatz für SIZZLA ????
Soll das ein Witz sein???
Nur aus Angst vor den Homosexuellen? Ins Gefängis mit Ihnen!
IHR WOLLTET NUR KARTEN VERKAUFEN IHR BETRÜGER !!! WIE SCHON IN 2008
FEIGE FEIGE CRS“
„Wo leben wir, ????
25.08.2010, 19:01
So jetzt ist Schluss mit lustig das kann ja nicht sein das die assis damit durchkommen sofort diese gruppierungen verbieten.ich kann’s noch nicht begreifen Wahnsinn
Der Veranstalter trägt meiner Meinung keine schuld
darf keinen homo mehr begegnen“
„-,
25.08.2010, 20:06
so ein shit echt hab gar keinen bock mehr hinzufahren sizzla is hammer scheiss auf homos“
„burn babylon,
25.08.2010, 20:52
so ein dreck man, ich will sizzla sehen !!!
nur weil er sagt was sich ganz jamaica denkt…. -.-*“
„polo,
25.08.2010, 21:46
verdammte scheiße
ich will mein geld zurück
diese drecks schulen und da soll ma keinen hass auf die haben“
„Floggy,
25.08.2010, 22:30
Scheiß Linke und Scheiß Grüne!!!!
Sollte ich einen von denen sehen, gibts was auf die Fresse, aber 100%
Wo ist eigentlich die Polizei wenn Linksextreme sturm laufen? Ach ne, hab ich vergessen, Rechtsextrem = Böse, Linksextrem = Gut
Fuck off, das regt mich jetzt auf -.“
„Re: lol sizzlas konzert abgesagt
Author: bjump
Date: 25.08.10, 21:10
hoffentlich wierds hier nur so gesagt und er kommt trotzdem
die hoffnung stirbt zuletzt aber so ein witz da steigt der hass auf die homos ja noch mehr !!!“
„Re: Randale Sizzla
Author: JohnnyBGood
Date: 26.08.10, 08:50
wenn uns so n demonstrant alleine begegnet, darf er laufen… „
Einige Fans überlegen gar, in der Nacht zum Sonntag eine „Pro-Sizzla“-Demonstration durchzuführen. All dies ein weiterer Beleg dafür, dass die Auseinandersetzung mit Homophobie und autoritärem Charakter in der Reggae- resp. Dancehall-Szene erst am Anfang steht.
der schlingensief ist.
der schlingensief ist.
ist tot.
war immer
einer
ohne trennlinie zwischen leben und kunst
einer
der theater = leben = radikal echt = unausweichlich = medial = öffentlich war
ist.
nicht mehr.
der schlingensief.
provokateur?
gegen-den-strich-aktionist?
ein alles-so-laut-und-deutlich-aussprecher?
zu heftig?
zu unangenehm?
zu schrill?
zu schräg?
zu uneinordbar?
zu mensch?
stimmung wie 1989.
damals war thomas bernhard gegangen.
schlingensief wird
keine container mehr mitten in unsere hauptstadt stellen.
wie finden wir die container in unseren hirnen?
endlose immer-wieder-irritation ist.
gewesen?
toten wünschen viele ewige ruhe.
dem schlingensief
kann ich keine ewige ruhe wünschen
hab ich ihn falsch verstanden?
schlingensief?
nur nicht ewige ruhe.
also dann
schlingensief!
auf endlose immer-wieder-irritation.
endlose immer-wieder-irritation ist.
(foto: factoids – creative commons)
Filed under: kunst Tagged: asyl, künstler, kunst, schlingensief, trauer, wien
„die bettler“ – verjagen oder begrüssen?
der aktuelle fall einer privatrazzia einer sicherheitsfirma in einem leerstehenden haus in salzburg (bericht krone) muss uns – wie alle anderen vorfälle dieser art – zum nachdenken bringen:
diverse zeltlager in stadtnahen wäldern wurden bereits im frühjahr amtswegig aufgelöst, nächtliche bzw. frühmorgentliche razzien mit möglichst brutalem vorgehen sollten abschrecken. auf der suche nach alternativen sind die vertriebenen offensichtlich auf leerstehende häuser gestossen, die nun wiederum geräumt werden.
dr. michael haybäck vom städtischen ordnungsamt betonte gegenüber der presse immer wieder, dass er „die stadt salzburg schützen“ müsse. konsequent weitergedacht heisst dies, dass nun jede gemeinde und jede stadt einen vertreibungstrupp (polizei oder private sicherheitsbanden) beauftragen muss, um „die bettler“ von a nach b und dann nach c und weiter nach d uns immer so weiter zu vertreiben. ein vertreibungswettbewerb entscheidet dann, welche gemeinde am ende am wenigsten brutal vertrieben hat und deshalb „die bettler“ beherbergen muss. menschenjagd als volkssport, durchaus geeignet, als livesoap um 15 uhr gesendet zu werden. gehts noch?
wir müssen umdenken:
schluss mit der diskriminierenden sprache und pauschalen diffamierungen: „die bettler“, „die sippe“ usw. sind unzulässiges schüren alter feindbilder.
schluss mit menschenjagd und vertreibung: kein mensch ist illegal. auch bettelnde menschen, arme menschen, menschen, die sich aus verständlichen gründen in die nähe der grössten reichtümer dieser welt bewegen, haben ihre höchstpersönlichen rechte. und dazu gehört das recht menschlich behandelt zu werden.
jede gemeinde, jede stadt täte gut daran, diese menschen aufzunehmen, statt sie zu vertreiben. ihnen einen platz mit einfachster infrastruktur (wasser und toilettenanlagen) zur verfügung zu stellen. und mit den menschen in kontakt zu treten.
was würden wir verlieren?
foto: jphintze creative commons
Filed under: gesellschaft, politik, salzburg Tagged: armut, bettler, bettlerInnen, menschenhatz, menschenjagd, razzia, roma, sinti, vertreibung
FPÖ wirbt mit „Wiener Blut“
Nachdem die FPÖ seinerzeit mit „Reinrassig & Echt“ geworben hat, gibt es nun für den Wien Wahlkampf ein neues „Schmankerl“ der rechts(extremen) Partei.

Mehr Mut für unser "Wiener Blut" - Zuviel Fremdes tut niemanden gut
Somit ist die FPÖ also nicht nur beim Konzept „Rasse“ sondern auch beim „reinen österreichischen Blut“angekommen. Viel rechter geht es nicht mehr.
Mehr Infos zu der Plakatkampagne gibts auf stopptdierechte.at
Sich nur darüber ärgern aber nichts tun, wäre doch etwas deppremierend. Es gibt viele Möglichkeiten gegen diese Plakate zur Wehr zu setzen, eine davon ist eine Beschwerde beim österreichischen Werberat
Hier könnt ihr eure Beschwerden deponieren!
Argument, die in der Beschwerde untergebracht werden können
- „Wiener Blut“ kombiniert mit „zu viel Fremdes“ geht eindeutig auf national sozialistisches Blut und Boden Gedankengut zurück
Filed under: aktivismus, politik, rassismus Tagged: aktivismus, Österreich, blut, fpö, fpoe, politik, rassismus, rechtsextrem, strache, werberat, wien
europäische union? nicht für alle.
der staatliche rassismus in frankreich nimmt ein alarmierendes ausmass an: roma lager werden aufgelöst, menschen sortiert und hunderte sollen in den kommenden tagen nach rumänien und bulgarien abgeschoben werden. als straffällig deklariert zu werden ist im behandlungspaket gratis enthalten. rassismus als okkasion der populisitischen volksverdummung. denn in wirklichkeit geht es wieder einmal um primitive stimmungsmache mit blick auf herannahende wahlen. welche folgen solche geschürten stimmungen der menschenjagd und armutsfeindlichkeit haben kann, die sich so schnell nicht wieder einbremsen lassen, scheint egal zu sein.
dass in diesem fall die abschiebung von einem eu-land in ein anderes eu-land stattfindet und sich dadurch eine völlig absurde situation für die union und ihr selbstverständnis ergibt, scheint die populisten nicht zu stören. die festung europa hat lebensbedrohliche aussenmauern, aber auch innerhalb der festung gibt es festsäle und dunkle verliese.
womit wir dann eine europäische union der 2 (oder mehr?) klassen hätten, in der ganz selbstverständlich grundrechte aller europäischen bürgerInnen nicht mehr für alle gelten, schon gar nicht für roma und sinti. diese menschen müssen bitter erfahren, wie das mit dem beitritt zur europäischen union gemeint war: freier zugriff auf ressourcen und konten jener länder, freier verkehr von geld und waren. menschen aber, die wollen wir uns selbst innerhalb der mitgliedsländer noch aussuchen.
menschen sollen draussen bleiben, es sei denn, sie bringen genügend geld mit oder aber werden selbst als ware auf dem menschenhandelsmarkt zwischen prostitution und schwarzarbeit gehandelt.
es wäre auch wirklich zu peinlich, würden die menschen in frankreich, deutschland oder gar österreich erfahren, dass es selbst innerhalb unserer festung viele, sehr viele menschen gibt, die ganz und gar nichts vom schier endlosen wachstum haben.
menschen, die bereits über jahrhunderte eine kultur des überlebens und überdauerns entwickeln mussten und mehr unterwegs, als an einer meldeadresse anzutreffen sind, müssen sich fragen, ob sie wieder einmal nicht dazugehören dürfen.
wer als politikerIn oder bürgerIn der europäischen gemeinschaft solche zweifel bei den betroffenen menschen auch nur im ansatz zulässt, macht sich einer historischen fahrlässigkeit schuldig.
rassismus ist verdammt populär. umso grösser ist die verpflichtung aller, die eine wiederholung der schwersten verbrechen nachhaltig verhindern wollen!
foto: ultimcodex (creative commons)
Filed under: gesellschaft, politik Tagged: abschiebung, bleiberecht, bulgarien, eu, europa, europäische union, festung, frankreich, grundrechte, integration, menschenrechte, migrantInnen, rassismus, roma, rumänien, schubhaft, sinti, verantwortung
Lesekreis: „In offener Feindschaft…
... mit dem Bestehenden, seinen Verteidigern und seinen falschen Kritikern …und andere Texte.“
Übersetzt aus dem Französischen und Italienischen, Frühling 2010.
Broschüre gebunden im Infoladen erhältlich gegen freiwillige Spende.
Termine
Do, 12 August 2010 – 19:00 Uhr: „Wie ins Wasser geworfenen Steine“ und „In offener Feindschaft mit dem Bestehenden“
Do, 19. August 2010 – 19:00 Uhr: „In offener Feindschaft mit dem Bestehenden“
Do, 02. September 2010 – 19:00 Uhr: „Ja, aber was wollt ihr denn eigentlich?“ und „Die Unerwünschten“
Do, 09. September 2010 – 19:00 Uhr: „Der Repression entgegen „ und „In freier Luft“
nur nicht einschüchtern lassen – auch nicht durch ein gericht!
das urteil des verwaltungsgerichts hannover, welches den nazis ihren „trauermarsch“ gewährt, aber allen anderen die bunten gegenaktionen und demos untersagen will ist himmelschreiendes unrecht.
wenn sich ein gericht wiederbetätigt, dann ist dessen urteil nicht nur nicht hinzunehmen, sondern der widerstand dagegen umso wichtiger und unverzichtbarer.
vielleicht stellt das niedersächsische oberverwaltungsgericht ohnehin bis morgen noch alles klar. wenn nicht, dann dürfen sich die veranstalterInnen der gegendemonstrationen dennoch einschüchtern lassen.
wenn antifaschismus für illegal erklärt wird, ändert das nichts an der moralischen verpflichtung, laut und kräftig NIE WIEDER zu fordern.
jedenfalls: bad nenndorf darf nicht nazidorf werden.
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Guerilla Gardening Workshop am 16.8
Konsum – Wir gehen wählen jeden Tag
Das Therma Konsum und dessen Rolle im kapitalistischen System verfolgt mich nun seit längerem. Da dieses Thema sehr groß ist, versuche ich einzelne Aspekte nach und nach anzugehen.
Heute möchte ich über diese Annahme sprechen: Durch meinen täglichen Konsum, wähle ich zwischen Produkte. Konsum ist also etwas demokratisches.
Um diese Annahme genauer anzusehen, müssen wir uns zuerst mit dem Begriff der Wahl auseinandersetzen. Eine Wahl besitzt also eine besondere Eigenschaft
- Jede Stimme ist gleich viel wert
Wahlen sind oft geheim, müssen es aber nicht sein. Es kann auch demokratische Abstimmungen geben die nicht geheim sind. Dieser Aspekt wird hier also nicht vernachlässigt.
In einer Abstimmung besitzt normalerweise JEDE Person GENAU eine Stimme. Beim Konsum ist das gerade nicht gegeben. Menschen haben unterschiedliche finanzielle Mittel. Also besitzen die einen mehr und die anderen wesentlich weniger Stimmen beim Konsum. Würde das Prinzip des Konsum auf eine Parlamentswahl angewendet werden, so würde dies also bedeuten dass reichere Menschen mehr Stimmen haben als andere. Also ganz und gar nicht demokratisch.
Mit diesem simplen Argument zeigt sich: Der Konsum ist also nicht demokratisch!
(Zum Thema „Wohlstands- und Überflussgesellschaft’ – ‘Konsumterror – Konsumentenmacht’:Konsum im Kapitalismus“ gibts einen empfehlenswerten Podcast)
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JA! zu ASYL in SALZBURG
mit der aktion „JA! zu ASYL in SALZBURG“ will die salzburger „plattform für menschenrechte“ asylsuchende menschen in den mittelpunkt stellen und das bleiberecht thematisieren.
wir – das team von jennycolombo.com (= cristina COLOMBO, bernhard JENNY und jan-nahuel JENNY) – haben dazu eine erste serie von 8 freecards gestaltet, die positionen zum thema ASYL klar und deutlich, direkt und unmissverständlich transportieren. bei der entwicklung dieser kampagne war uns wichtig, ein offenes konzept zu entwickeln, das in verschiedensten formen fortsetzung finden kann…
hier die aktuellen 8 karten samt rückseiten-info text:
ein asylsuchende frau stellvertetend für viele:
ein asylsuchender mann – stellvertretend für viele:
doris witzmann, präsidentin der katholischen aktion salzburg
editta braun, salzburger choreographin
fritz messner, salzburger querschläger
luise müller, evangelische superintendentin
vladimir vertlib, salzburger schriftsteller
haliemah mocevic, salzburger studentin
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